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Ausverkaufte Female Finance Night der Gestalterbank: 400 Frauen machen Female Finance lebendig

Ein voller Saal, großer Applaus und Geschichten, die berühren: Die zweite Female Finance Night der Volksbank eG - Die Gestalterbank hat am vergangenen Freitagabend erneut rund 400 Frauen in die ausverkaufte Reithalle Offenburg geführt.

Nach der ebenfalls ausverkauften Premiere im Jahr 2025 knüpfte die Veranstaltung damit an ihren erfolgreichen Auftakt an. Im Mittelpunkt standen finanzielle Selbstbestimmung, persönliche Entwicklung und die Frage, was es braucht, um eigene Ziele mutig zu verfolgen.

„Die Female Finance Night ist mehr als eine Veranstaltung. Sie ist ein Zeichen dafür, dass wir Frauen unsere Zukunft aktiv gestalten, Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen und unseren eigenen Weg gehen“, sagte Irmgard Sachsenmaier, Vorständin der Gestalterbank, zur Eröffnung. Die Idee des Abends sei es, einen Raum zu schaffen, in dem Frauen voneinander lernen, sich austauschen und neue Perspektiven entwickeln können. Dass neben vielen neuen Besucherinnen auch Teilnehmerinnen aus dem Vorjahr wieder dabei waren, zeigte, wie gut dieses Angebot angenommen wird.

Moderatorin Shari Jung führte authentisch, nahbar und mit viel Gespür für das Publikum durch den Abend. Ihre eigene Nervosität angesichts der großen Bühne sprach sie offen an – und stellte damit eine Verbindung zu den Referentinnen her. Denn auch für einige von ihnen war es das erste Mal, vor einem so großen Publikum zu sprechen.

 

Finanzwissen, das im eigenen Leben ankommt

Den Auftakt machte Vanessa Kuhn, Leitende Vertriebsdirektorin Key Accountmanagement bei Union Investment. In ihrem Vortrag „Female Finance“ ging es um finanzielle Ziele, Geldanlage und die Frage, wie Frauen ihre finanzielle Zukunft bewusst gestalten können. Sie zeigte auf, welche langfristigen Folgen ungleich verteilte Sorgearbeit und Einkommensunterschiede haben können und warum es wichtig ist, sich frühzeitig mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen. Auch ETFs und neue Fördermöglichkeiten waren Thema. Dabei ging es ihr nicht darum, Frauen eine bestimmte Entscheidung vorzugeben, sondern sie zu eigenen Entscheidungen zu befähigen. „Bilde dir deinen eigenen finanziellen Stand“, lautete ihr Appell. Denn wer weiß, was das eigene Geld leisten soll und welche Ziele damit verbunden sind, kann die finanzielle Zukunft selbstbestimmter gestalten.

 

Wenn persönliche Geschichten neue Perspektiven eröffnen

Wie eng Selbstbestimmung mit persönlichen Erfahrungen, Erwartungen und Zweifeln verbunden ist, zeigte anschließend Ramona Bliestle. Die Speakerin, Einrichtungsleiterin und Gutachterin nahm das Publikum in ihrem Beitrag „Der Titel tut nichts zur Sache“ mit auf eine sehr persönliche Reise. Mit emotionalen Einblicken, Humor und interaktiven Übungen gelang es ihr, Themen anzusprechen, die viele Frauen aus ihrem eigenen Leben kennen. Dabei wurde gelacht, nachgedacht und auch die eine oder andere Träne vergossen. Ihr Appell: „Das Alte ist vertraut und fühlt sich gut an. Aber bitte, bitte nehmt das Neue mit, traut euch.“ Ihre Botschaft machte deutlich, wie wichtig es ist, eigene Zweifel ernst zu nehmen und trotzdem offen für Veränderungen zu bleiben.

 

Mut hat viele Gesichter

Unter dem Titel „Money. Mindset. Mut.“ brachte die anschließende Paneldiskussion unterschiedliche Lebens- und Berufswege zusammen. Die Gesprächsrunde zeigte, wie vielfältig Mut aussehen kann: ein Unternehmen gründen, sich in einer männerdominierten Branche behaupten, nach Rückschlägen neu anfangen oder sich mit 59 Jahren noch einmal fragen, was das Leben bereithält. Die Frauen auf dem Podium berichteten offen von Zweifeln, Enttäuschungen und Entscheidungen, die ihren Weg geprägt haben. Dabei wurde deutlich, dass es selten den einen richtigen Zeitpunkt für einen Neuanfang gibt. Manchmal beginnt er mit einer einfachen Frage: Was wäre, wenn?

 

Den eigenen Weg zurück ins Leben finden

Wie viel Mut es kosten kann, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, machte Rola El-Halabi eindrücklich deutlich. Die ehemalige Boxweltmeisterin, Gründerin, Coach und Speakerin erzählte in ihrem Vortrag „Du schuldest deinen Träumen Leben“ von ihrem Weg, der von großen sportlichen Erfolgen, tiefen persönlichen Einschnitten und dem Kampf um ein selbstbestimmtes Leben geprägt ist. Offen nahm sie die Besucherinnen mit in ihre Geschichte und zeigte, was es bedeutet, nach Erfahrungen, die das eigene Leben grundlegend verändern, wieder nach vorne zu schauen und eigene Entscheidungen zu treffen.

Dabei ging es nicht um eine einfache Erfolgsgeschichte, sondern um die Kraft, sich trotz allem die eigenen Träume zu bewahren. Ihre Botschaft an die Frauen im Saal brachte sie in einem Satz auf den Punkt: „Mut steht zwischen deinem heutigen Leben und deinem Traumleben. Das ist das Einzige, was dazwischen ist.“ Die Worte trafen den Nerv des Abends. Die Besucherinnen erhoben sich zu Standing Ovations.

 

Austausch, der über den Abend hinauswirkt

Nach dem offiziellen Programm war der Abend noch lange nicht vorbei. Bei Musik von DJane Aneka, einer Signierstunde mit Rola El-Halabi und beim gemeinsamen Networking nutzten die Besucherinnen die Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen.

Für Die Gestalterbank ist die Female Finance Night mehr als ein Veranstaltungsformat. Sie schafft Raum für Wissen, Begegnungen und gegenseitige Unterstützung – und macht deutlich, dass finanzielle Selbstbestimmung auch bedeutet, Möglichkeiten zu erkennen und eigene Entscheidungen treffen zu können. Oder, wie Irmgard Sachsenmaier es in ihrer Begrüßung formulierte: „Es geht um Unabhängigkeit. Es geht um Möglichkeiten. Und es geht um die Freiheit, das eigene Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.“

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Fotos: Volksbank eG – Die Gestalterbank

Quelle: Volksbank eG - Die Gestalterbank

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