claim von gute-banken

Aw: Hedge Funds

Spaßvögel, die: Wie die FTD („Fitch wagt Tabubruch gegen S&P“, 3.4.12) meldet, greifen sich die Rating-Agenturen nun gegenseitig an und überschlagen sich in kritischen Bewertungen. Konkret geht es laut FTD um die Bewertung eines mit amerikanischen Immobilien hinterlegtes „Immobilienportfolio“ – also wahrscheinlich ein Paket aus Verbriefungen von Immobilien, die in diesem Fall Credit Suisse aus den Büchern raus haben wollte. Und diese „Papiere“ habe S&P also aus der Sicht von Fitch zu gut bewertet.

Naja. Und nun wird Galle gespien. Fitch sei nur verärgert, weil der Auftrag an S&P ging. Und Credit Suisse haben den Auftrag wohl an S&P gegeben, weil man ein zu kritisches Rating hätte fürchten müssen. Am liebsten zahle man halt für das, was einem am besten gefällt. Dafür gebe es, so lernen wir von der FTD, sogar einen Begriff: „Ratingshopping“.

Und dieses Ratingshopping, so wird im Artikel angemerkt, gelte ja auch als eine Ursache dafür, dass in den Boomjahren vor der Krise viele Wertpapiere zu gute Noten erhielten.

Und schon wieder wird hier ganz offen über das gesprochen, worüber bisher geschwiegen wurde: Dass es bei diesem ganzen Spiel immer noch nicht um Verantwortung geht. Sondern eben nur um Geld. Und immer noch wundert sich keiner wirklich drüber…