Sparda-Bank West und PSD Bank Rhein-Ruhr planen Fusion zur mitgliederstärksten Genossenschaftsbank
Mit rund 561.000 Mitgliedern und einer Bilanzsumme von rund 18,4 Milliarden Euro soll eine der größten deutschen Genossenschaftsbanken entstehen: Die Aufsichtsräte und Vorstände der Sparda-Bank West und der PSD Bank Rhein-Ruhr haben sich nach vertrauensvollen und konstruktiven Sondierungsgesprächen einstimmig für eine Fusion beider Häuser ausgesprochen.
Sitz der neuen Bank bleibt Düsseldorf, der Name soll Sparda‑Bank West eG lauten. Die Fusion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Mitgliedervertreter im September 2026.
Gemeinsame strategische Ausrichtung im Privatkundengeschäft
Beide Institute verbindet ein klarer strategischer Fokus auf Privatkunden und eine hohe Überschneidung im Kerngeschäftsgebiet. Vor dem Hintergrund eines intensiven Wettbewerbs im Retail-Banking bewerten Aufsichtsräte und Vorstände die künftige Größe als einen entscheidenden Erfolgsfaktor und sprechen sich ausdrücklich für den Zusammenschluss aus.
Bündelung von Kompetenzen und Prozessstärken
„Mit der PSD Bank Rhein-Ruhr haben wir den richtigen Partner an unserer Seite, um gemeinsam unsere Service- und Beratungsprozesse zum Nutzen unserer Mitglieder und Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln“, betont Andreas Lösing, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank West. Während die Sparda-Bank West erst kürzlich erfolgreich auf die IT-Plattform der Atruvia migriert ist, bringt hier die PSD Bank Rhein-Ruhr langjährige Erfahrungen und eine besondere Stärke in effizienten Serviceprozessen ein.
Regionale Präsenz, digitale Stärke und finanzielle Vorteile
Auch aus Sicht der PSD Bank Rhein-Ruhr bietet die Fusion klare Vorteile: „Durch die Bündelung unserer Stärken können wir unsere Präsenz sowohl regional als auch digital optimal ausbauen – ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil im Privatkundengeschäft“, so Dr. Stephan Schmitz, Vorstand der PSD Bank Rhein-Ruhr. Mit 42 Filialen steht die Sparda-Bank West für persönliche Kundennähe, wohingegen die PSD Bank Rhein-Ruhr ihren Fokus auf das Plattform- und Vermittlungsgeschäft legt. Darüber hinaus ergeben sich durch den Zusammenschluss finanzielle Vorteile, insbesondere bei der Refinanzierung, die aus den unterschiedlichen Bilanzstrukturen der beiden Banken resultieren.
Perspektiven für Mitarbeitende und Standorte
Die geplante Fusion verspricht auch für Mitarbeitende deutliche Vorteile, da die gemeinsame Bank attraktive Ausbildungs- und Karrierechancen am Bankplatz Düsseldorf und den weiteren Standorten bietet. Für die mehr als 1.100 Beschäftigten wird eine Beschäftigungsgarantie ausgesprochen. Dabei spielt auch die demografische Entwicklung eine wichtige Rolle: In den kommenden Jahren werden in beiden Banken rund 100 Mitarbeitende altersbedingt ausscheiden. Gleichzeitig trägt die Fusion dazu bei, Arbeitsplätze an den Verwaltungsstandorten langfristig zu sichern.
Weiteres Vorgehen und Entscheidungsprozess
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Sondierung haben die beteiligten Parteien einen gemeinsamen Letter of Intent (LOI) unterzeichnet. Die Aufsichtsräte beider Unternehmen haben ihre Vorstände zudem damit beauftragt, die erforderlichen Schritte für eine mögliche Fusion einzuleiten und vorzubereiten.
Ein zentraler Meilenstein ist dabei die Zustimmung der Mitgliedervertreter zum Fusionsvorhaben, die im Rahmen außerordentlicher Vertreterversammlungen am 23. September 2026 eingeholt werden soll. In den kommenden Wochen werden die Vertreterinnen und Vertreter in persönlichen Gesprächen umfassend über die weiteren Details des geplanten Zusammenschlusses informiert.

Quelle: Sparda-Bank West eG

