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LBBW verbannt Agrarrohstoffe aus Fonds

Geht doch: Wie das ManagerMagazin („LBBW verbannt Agrarrohstoffe aus Fonds“, 26.6.12) meldet, verbietet sich nach der Deka-Bank auch die Landesbank Baden-Württemberg das Wetten auf Nahrungsmittel jetzt einfach selbst.

Sollte es wirklich mal so sein, dass der Markt mal was gutes "selbst regelt"? Ach nein, doch nicht: Die Deutsche Bank dagegen, so das Manager Magazin, versuche immer „noch zu beweisen, dass die Investments unschädlich sind“…
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+1 # Autor 2012-06-26 15:12
Mal grundsätzlich: Dass Wetten auf Nahrungsmittel nicht der Kern des Problems, sondern nur eine der negativen Auswirkungen des auf Derivaten und außerbörslichen Spielen basierenden Wett-Systems sind, dürfte klar sein. Darüber hatten wir uns in anderem Zusammenhang schon im Oktober 2010 ausgelassen. Grade mal nachgelesen: Damals meldete das Anlegermagazin der Börsenzeitun g, dass der Derivatemarkt in Deutschland rund 2 Jahre nach der Insolvenz von Lehman einen Meilenstein erreicht habe: An der Börse Stuttgart seien per Ende Oktober 2010 rund 508 000 Anlegerzertifik ate und Hebelprodukte handelbar. Das seien ?so viele wie in keinem anderen Land!".

Der ehemalige Präsident des Sparkassenverba nds kommentierte parallel: ?Mir leuchtet etwa bis heute nicht ein, weshalb jemand eine Kreditversicher ung - ein CDS - braucht, der mit dem zugrunde liegenden Kredit gar nicht zu tun hat. Ähnliches gilt für manche Leerverkäufe. Das Mindeste ist mehr Transparenz über solche Geschäfte. Das bedeutet z.B., keine sogenannten OTC-Geschäfte - ?Über-den-Schalter-Geschäfte? - mehr zuzulassen, die jenseits von Börsen im Halbdunkel abgewickelt werden. Sie sind nicht zuletzt für Rohstoff- und Nahrungsmittels pekulationen eine wesentliche Ursache.?

Man darf gespannt sein, wie lange es noch dauert, bis sich hier etwas grundlegend ändert. Ob das Regulierungsins trument EMIR (European Market Infrastructure Regulation) da wirklich tiefe Einschnitte machen wird, bleibt abzuwarten. Bis dahin: Finger weg von strukturierten Produkten?
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