Bankberater und strukturierte Produkte
Mal drüber nachdenken: Wie die Frankfurter Rundschau („Trauen Sie Ihrer Bank nicht!“, 22.6.12) berichtet, habe die Commerzbank offenbar noch 2011 griechische und portugiesische Staatsanleihen an Kunden verkauft, die explizit keine hohen Risiken eingehen wollten. Und das, obwohl sich die Bank zu diesem Zeitpunkt selbst schon im großen Stil von diesen Anleihen getrennt hatte.
Dann stellt die Rundschau die Frage, ob man einem Bankberater denn überhaupt trauen könne – weil ja schließlich sogar „die Sparkassen“ ihren Kunden Lehmann-Zertifikate verkauft hätten - die bekanntlich mit Glanz und Gloria den Bach runtergingen. Ergo, so die Rundschau radikal, solle man keinem Bankberater „blind vertrauen“. Und zwar egal, wie lange man ihn kenne. Weil ja „die Banken“ an Produkten, die für den Kunden vorteilhaft wären, „selten gut verdienen“ würden. Drum würden sie quasi lieber immer das verkaufen, was am meisten Rendite bringt.
Bei dieser in letzter Zeit gern bemühten Betrachtungsweise, die am liebsten alle Schuld auf den Berater schieben will, geht ein Punkt quasi verloren: Bei nahezu allen vor allem gegen die Großbanken anhängigen Klagen wegen Falschberatung oder Irreführung geht es – wenigstens soweit wir das lesen können – unmittelbar oder mittelbar um sogenannte „strukturierte Produkte“. Also Derivate, Zertifikate oder eben Produkte, deren Stabilität durch zertifikatsbasierte „Hedgings“ und Wetten gefährdet wurde. Dazu gehören heute bekanntlich auch Staatsanleihen.
Mal anders rum gesagt: Ehe man auf die Berater schießt, sollte man den Fokus einmal auf den Punkt legen, der regelmäßig unmittelbar oder mittelbar hinter den Beschwerden liegt. Und das sind eben die strukturierten Produkte. Seltsamerweise wird darüber nie gesprochen. Weil „die Märkte“ solche Produkte ja vor allem „für die Preisfindung und Liquidität“ unbedingt brauchen. Jaja…
Dann stellt die Rundschau die Frage, ob man einem Bankberater denn überhaupt trauen könne – weil ja schließlich sogar „die Sparkassen“ ihren Kunden Lehmann-Zertifikate verkauft hätten - die bekanntlich mit Glanz und Gloria den Bach runtergingen. Ergo, so die Rundschau radikal, solle man keinem Bankberater „blind vertrauen“. Und zwar egal, wie lange man ihn kenne. Weil ja „die Banken“ an Produkten, die für den Kunden vorteilhaft wären, „selten gut verdienen“ würden. Drum würden sie quasi lieber immer das verkaufen, was am meisten Rendite bringt.
Bei dieser in letzter Zeit gern bemühten Betrachtungsweise, die am liebsten alle Schuld auf den Berater schieben will, geht ein Punkt quasi verloren: Bei nahezu allen vor allem gegen die Großbanken anhängigen Klagen wegen Falschberatung oder Irreführung geht es – wenigstens soweit wir das lesen können – unmittelbar oder mittelbar um sogenannte „strukturierte Produkte“. Also Derivate, Zertifikate oder eben Produkte, deren Stabilität durch zertifikatsbasierte „Hedgings“ und Wetten gefährdet wurde. Dazu gehören heute bekanntlich auch Staatsanleihen.
Mal anders rum gesagt: Ehe man auf die Berater schießt, sollte man den Fokus einmal auf den Punkt legen, der regelmäßig unmittelbar oder mittelbar hinter den Beschwerden liegt. Und das sind eben die strukturierten Produkte. Seltsamerweise wird darüber nie gesprochen. Weil „die Märkte“ solche Produkte ja vor allem „für die Preisfindung und Liquidität“ unbedingt brauchen. Jaja…
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