Commerzbank, Gewerbeimmobilien und Schiffe
So frisst man sich selbst auf: Wie u.a. die FTD („Volle Kraft zurück: Kapitän Blessing ändert den Kurs“, 27.6.12) meldet, hat der Commerzbank-Vorstand kurzfristig beschlossen, sich aus der Finanzierung von Schiffen und Gewerbeimmobilien komplett zurückzuziehen. Das mutet nicht nur insofern seltsam an, als die Bank sich erst vor kurzem noch die Deutsche Schiffsbank zur Gänze einvernahmt hat. Und auch nicht nur deshalb, weil durch diese Entscheidung wohl 1100 Arbeitsplätze flöten gehen werden.
Nein, das wirklich Alberne dran ist die Begründung, die für diese spontane Entscheidung geliefert wird: Der Grund dafür, dass die Commerzbank nun auch dieser Aufgabe der Finanzierung von realen Werten nicht mehr nachkommt, seien nämlich die hohe Kapitalbindung und die steigenden Liquiditätsanforderungen nach den „Basel III“-Vorschriften.
Dabei mag es ja sogar richtig sein, dass längerfristige Finanzierungen auch höhere Kapitalanforderungen bringen. Und es mag ja sogar sein, dass die Commerzbank damit Schwierigkeiten haben könnte.
Aber man kann es auch andersrum betrachten:
1. Da gehört eine Bank zu einem Viertel dem Staat, weil sie vorher schon falsch gedacht hat und nur auf Wachstum und Rendite aus war.
2. Diese Bank aus Gründen der gesetzlich geforderten finanziellen Solidität ihre ursprüngliche gesellschaftliche Aufgabe auf: Die Umwandlung von Geldanlagen vom einen Kunden in Kredite an den anderen Kunden – in einem vorher als Kernbereich deklarierten Markt.
3. Parallel dazu ist dieselbe Bank aber Marktführer in der Produktion von Zertifikaten und Derivaten - also Anlageformen, die nicht in Werte investieren, sondern nur noch auf Wertdifferenzen wetten.
Wenn man die Sache mal so sieht, kann man genau genommen eigentlich nur noch den Kopf schütteln. Man kann sich ggf auch an die Deutsche Bank erinnern, die ihre Geschäftsfelder und auch das Privatkundengeschäft bekanntlich auch nach Gutdünken und Ertragslage ein- und ausschaltet.
Und man kann sich fragen:
Was würden wir wohl alle machen, wenn es keine Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Landesbanken gäbe, die schlicht, einfach und langweilig ihrer Aufgabe nachkommen, ihren Regionen zu dienen, ohne die Gewinnmaximierung als oberstes Ziel zu formulieren…
Nein, das wirklich Alberne dran ist die Begründung, die für diese spontane Entscheidung geliefert wird: Der Grund dafür, dass die Commerzbank nun auch dieser Aufgabe der Finanzierung von realen Werten nicht mehr nachkommt, seien nämlich die hohe Kapitalbindung und die steigenden Liquiditätsanforderungen nach den „Basel III“-Vorschriften.
Dabei mag es ja sogar richtig sein, dass längerfristige Finanzierungen auch höhere Kapitalanforderungen bringen. Und es mag ja sogar sein, dass die Commerzbank damit Schwierigkeiten haben könnte.
Aber man kann es auch andersrum betrachten:
1. Da gehört eine Bank zu einem Viertel dem Staat, weil sie vorher schon falsch gedacht hat und nur auf Wachstum und Rendite aus war.
2. Diese Bank aus Gründen der gesetzlich geforderten finanziellen Solidität ihre ursprüngliche gesellschaftliche Aufgabe auf: Die Umwandlung von Geldanlagen vom einen Kunden in Kredite an den anderen Kunden – in einem vorher als Kernbereich deklarierten Markt.
3. Parallel dazu ist dieselbe Bank aber Marktführer in der Produktion von Zertifikaten und Derivaten - also Anlageformen, die nicht in Werte investieren, sondern nur noch auf Wertdifferenzen wetten.
Wenn man die Sache mal so sieht, kann man genau genommen eigentlich nur noch den Kopf schütteln. Man kann sich ggf auch an die Deutsche Bank erinnern, die ihre Geschäftsfelder und auch das Privatkundengeschäft bekanntlich auch nach Gutdünken und Ertragslage ein- und ausschaltet.
Und man kann sich fragen:
Was würden wir wohl alle machen, wenn es keine Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Landesbanken gäbe, die schlicht, einfach und langweilig ihrer Aufgabe nachkommen, ihren Regionen zu dienen, ohne die Gewinnmaximierung als oberstes Ziel zu formulieren…
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