François Hollande und Europa
Normalerweise halten wir uns ja aus politischen Dingen raus. Aber manchmal kann man wirklich nicht so viel essen, wie man…
Der Grund für die Übelkeit: Die FDT („Gefährlicher Grünschnabel Hollande“, 28.6.12) publiziert den Kommentar eines alten amerikanischen Volkswirtschaftlers namens Melvyn Krauss. Das ist nicht nur ein durch und durch neoliberaler angelsächsischer Pragmatiker – damit kann man ja leben. Aber er kann sich darüber hinaus auch nicht benehmen:
„Ist dem französischen Präsidenten denn nicht klar, dass man mit einer C-Wirtschaft keinen A-Einfluss auf die europäische Politik haben kann?“
und
„Der Markt sollte dem französischen Präsidenten mal ordentlich in den Hintern treten, damit sich Hollande daran erinnert, wo Frankreichs eigentlicher Platz im europäischen Machtgefüge ist.“
Offenbar ist der Mann von einer geradezu einzigartigen Markt-Gläubigkeit. Da haben wir doch gleich mal noch ein wenig gegraben, wie weit er wohl in seiner Denkhaltung geht. Und tatsächlich:
Derselbe Draufklopper hatte in der FTD des öfteren seine Unflat verbreitet. Zum Beispiel mit dem in der FTD („Melvyn Krauss - Weniger Demokratie tut Pleitestaaten gut“, 15.11.11) veröffentlichten Kommentar, dass die Demokratie erstens Reformen im Süden der Euro-Zone verhindere und zweitens zu einer erheblichen Unterfinanzierung des europäischen Rettungsschirms führte und damit Transferzahlungen des Nordens an den Süden auf einem Minimum hielte. Bezogen auf Griechenland stellt er dann fest, dass die "Wiege der Demokratie" jetzt „weniger Demokratie“ und mehr Reformen brauche.
Nun darf ja jeder denken und schreiben was er will. Warum die FTD solche Beiträge allerdings unkommentiert bringt, das fragt man sich wirklich.
Interessant sind in diesem Zusammenhang übrigens auch die Kommentare, die bei der FTD von Lesern gepostet wurden. Während sich bei der Rede gegen die Demokratie noch Menschen gegen diese Gedanken wehren, ist bei der Hasstirade auf Frankreich das zu lesen, was dem Tenor des Artikels entspricht. Da kommentiert einer: Das sei einer sehr guter Artikel – „aus seiner deutschen Seele geschrieben“.
Wie sagte schon Obama bei seiner Antrittsrede so richtig: „Without a watchful eye the markets can spin out of control“…
Der Grund für die Übelkeit: Die FDT („Gefährlicher Grünschnabel Hollande“, 28.6.12) publiziert den Kommentar eines alten amerikanischen Volkswirtschaftlers namens Melvyn Krauss. Das ist nicht nur ein durch und durch neoliberaler angelsächsischer Pragmatiker – damit kann man ja leben. Aber er kann sich darüber hinaus auch nicht benehmen:
„Ist dem französischen Präsidenten denn nicht klar, dass man mit einer C-Wirtschaft keinen A-Einfluss auf die europäische Politik haben kann?“
und
„Der Markt sollte dem französischen Präsidenten mal ordentlich in den Hintern treten, damit sich Hollande daran erinnert, wo Frankreichs eigentlicher Platz im europäischen Machtgefüge ist.“
Offenbar ist der Mann von einer geradezu einzigartigen Markt-Gläubigkeit. Da haben wir doch gleich mal noch ein wenig gegraben, wie weit er wohl in seiner Denkhaltung geht. Und tatsächlich:
Derselbe Draufklopper hatte in der FTD des öfteren seine Unflat verbreitet. Zum Beispiel mit dem in der FTD („Melvyn Krauss - Weniger Demokratie tut Pleitestaaten gut“, 15.11.11) veröffentlichten Kommentar, dass die Demokratie erstens Reformen im Süden der Euro-Zone verhindere und zweitens zu einer erheblichen Unterfinanzierung des europäischen Rettungsschirms führte und damit Transferzahlungen des Nordens an den Süden auf einem Minimum hielte. Bezogen auf Griechenland stellt er dann fest, dass die "Wiege der Demokratie" jetzt „weniger Demokratie“ und mehr Reformen brauche.
Nun darf ja jeder denken und schreiben was er will. Warum die FTD solche Beiträge allerdings unkommentiert bringt, das fragt man sich wirklich.
Interessant sind in diesem Zusammenhang übrigens auch die Kommentare, die bei der FTD von Lesern gepostet wurden. Während sich bei der Rede gegen die Demokratie noch Menschen gegen diese Gedanken wehren, ist bei der Hasstirade auf Frankreich das zu lesen, was dem Tenor des Artikels entspricht. Da kommentiert einer: Das sei einer sehr guter Artikel – „aus seiner deutschen Seele geschrieben“.
Wie sagte schon Obama bei seiner Antrittsrede so richtig: „Without a watchful eye the markets can spin out of control“…
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