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Taunus Sparkasse: Trotz Wirtschaftskrise in der Metropolregion Frankfurt mit beachtlichem Gewinn

Die Taunus Sparkasse liefert im Geschäftsjahr 2025 trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise in der Metropolregion Frankfurt mit 47,3 Millionen Euro (Vorjahr: 72,8 Millionen Euro) erneut ein operativ zufriedenstellendes Ergebnis ab.

Das Geschäftsmodell zeigt sich damit auch in herausfordernden Marktsituationen robust. Der Zukunftspessimismus der Kunden hinterlässt dabei seine Spuren in der Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr. „Die Wirtschaftskrise hat unseren Regionalmarkt erreicht. Insbesondere im Kreditgeschäft spüren wir eine deutliche Investitionszurückhaltung unserer Firmen- und gewerblichen Kunden. Auch bei den Privatkunden hat sich die Konsum- und Kreditlaune signifikant verschlechtert. Das dennoch erzielte Wachstum im Kreditvolumen resultiert vor allem aus der starken Nachfrage aus dem kommunalen Sektor“, sagt Oliver Klink, Vorstandsvorsitzender der Taunus Sparkasse, bei der Vorlage der Geschäftszahlen 2025. „Die anhaltende Immobilienkrise hat uns veranlasst, nochmal erhebliche Risikovorsorge zu betreiben. Die belastet unser Ergebnis nach Bewertung erheblich. Auf Basis des insgesamt angespannten Marktumfeldes können wir mit dem operativen Ergebnis zufrieden sein. Unsere Bilanz 2025 ist ein Spiegel unseres Regionalmarktes.“

Deutliche Zuwächse verzeichnet die Taunus Sparkasse hingegen beim ihr anvertrauten Geldvermögen – und das über alle Kundensegmente hinweg. „Wir waren undsind für unsere Kunden der gewohnt kompetente und faire Partner im Einlagengeschäft und auf dem Kapitalmarkt“, so Klink weiter.

Zukunftspessimismus der Kunden hinterlässt Spuren im Kreditgeschäft

Die Lage der Wirtschaft in der Metropolregion Frankfurt erreicht im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge Tiefstwerte. Dementsprechend schlecht ist laut IHK-Wirtschaftsindikator auch die Stimmung in den Unternehmen. Besonders hart trifft es den Immobiliensektor. Deutlich gestiegene Baukosten, deutlich höhere Finanzierungskosten und der mittlerweile bemerkenswerte Büroleerstand sind massive Herausforderungen. „Es war und es ist keine Trendwende für den Immobiliensektor in Sicht“, so Klink. Auf Basis der aktuellen Lage, aber auch der Prognosen für die Metropolregion wurde vor allem im Projektentwicklungsgeschäft erneut erhebliche Risikovorsorge betrieben - nach netto 16,6 Millionen Euro im Vorjahr nun 27,8 Millionen in 2025. Das ist ein Zuwachs von 67,5 Prozent. „Mehr als zehn Jahre haben wir vom Boom auf dem Bau in unserem Markt profitiert. Aber in 2025 beeinflussen die anhaltenden massiven Herausforderungen im Immobilien- und Projektentwicklungsgeschäft unsere Bilanzkennzahlen. Mit 47,3 Millionen Euro legen wir ein gutes operatives Ergebnis vor. Das Ergebnis vor Steuern mit 28,7 Millionen Euro ist dabei signifikant vom Bewertungsergebnis in Höhe von 26,2 Millionen Euro geprägt.“

Deutlicher Anstieg im Kundengeschäftsvolumen

Das Kundengeschäftsvolumen ist gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent sehr erfreulich auf 14,9 Milliarden Euro gestiegen. Treiber der Entwicklung waren das Einlagengeschäft mit einem Zuwachs von knapp 400 Millionen Euro und das Wertpapiergeschäft mit einem Plus in Höhe von rund 300 Millionen Euro. Das Kreditvolumen stieg um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 5,62 Milliarden Euro. Vor allem die Nachfrage von Kommunen und kommunalen Unternehmen führte zu diesem Wachstum.

Attraktive Zinsprodukte und das breite Beratungsangebot zum Thema Wertpapiere führten zu einem deutlichen Zuwachs beim Geldvermögen der Kunden. Mit einem Plus von 8,1 Prozent auf aktuell 9,26 Milliarden Euro stieg das Wertpapier- und Einlagenvolumen sogar stärker als im Durchschnitt des Bundeslands Hessen. Aktienangebote, Fondslösungen und das auf die individuellen Bedürfnisse der vermögenden Kunden spezialisierte Vermögensverwaltungssegment stiegen dabei mit zweistelligen Raten. Vor allem verzinste Einlagen wurden von den Kunden stark nachgefragt. Mit einem Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 2,88 Milliarden Euro zählten verzinste Einlagen zu einem wichtigen Wachstumstreiber. Überproportional stark nutzte dabei das Kundensegment Unternehmer & Unternehmen die Angebote. „Das Kundensegment Unternehmer & Unternehmen reagierte auf die Krisenstimmung und nutzte unsere attraktiven Zinsprodukte, anstatt zu investieren“, sagt Oliver Klink.

Starkes Plus beim Provisionsüberschuss, Zinsüberschuss sinkt, Cost-Income-Ratio steigt

Obwohl der Provisionsaufwand um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen ist, konnte der Provisionsüberschuss um 8,1 Prozent auf aktuell 48,3 Millionen Euro gesteigert werden. Das gesunkene Zinsniveau und das deutliche Wachstum verzinster Einlagen im vergangenen Jahr ließen die Erträge im Kundengeschäft zurückgehen. In der Folge sank der Zinsüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 15,2 Prozent auf 122 Millionen Euro.

Wichtige Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Taunus Sparkassen wurden im vergangenen Jahr trotz der massiven Herausforderungen realisiert. 2025 zeigt sich erstmals die volle Kostenwirkung des massiven Investitionsprogramms in Ausbildung und Fachkräfte. Zudem investierte die Taunus Sparkasse erneut erheblich in neue digitale Techniken und in das Geschäftsstellennetz. In Summe stieg der Aufwand um 3,7 Prozent auf aktuell 117,2 Millionen Euro. Das führte im Ergebnis zu einer höheren Aufwand-Ertrags-Relation von 60,8 Prozent im Vorjahr auf 71,2 Prozent im Berichtsjahr. Oliver Klink bezeichnet die Investitionen als „strategisch relevant“ und „wichtig für den Erfolg der Zukunft“.

Wertbeitrag für die Region nach wie vor auf hohem Niveau

Die Bilanzsumme ging im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent durch einen deutlichen Rückgang des Interbankengeschäfts auf 7,5 Milliarden Euro zurück. Die Kernkapitalausstattung steigt hingegen über die erneute Zuführung in Höhe von 16,3 Millionen Euro mit 713,6 Millionen Euro erstmals über die 700-Millionen-Euro-Marke oder auf eine Kernkapitalquote von über 17 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 28,7 Millionen Euro. Das Nach-Steuerergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahr um 58,0 Prozent auf 18,3 Millionen Euro. Zusammen mit den geleisteten Spenden und dem Sponsoring wichtiger regionaler Initiativen (2,3 Millionen Euro), der Ausschüttung an die Träger der Taunus Sparkasse (2,0 Millionen Euro), sowie den Gewerbesteuern (3,4 Millionen Euro) leistete die Taunus Sparkasse auch in einem insgesamt ambitionierten Jahr einen wichtigen Wertbeitrag für den Heimatmarkt und wurde einmal mehr der Verpflichtung gerecht, die Region zu fördern. „Wir stehen zu dieser Verantwortung. Für uns als regionale Bank profitieren wir von der Prosperität unseres Heimatmarktes. Das gilt in guten wie in schlechteren Zeiten“, so Oliver Klink.

Ausblick

Eine nachhaltige Trendwende für eine zügige konjunkturelle Erholung in Deutschland, wie auch in der hessischen Wirtschaft, ist derzeit kaum absehbar. „Vor allem die Immobilienkrise wird uns noch weitere Jahre beschäftigen“, so Klink. „Dementsprechend ist der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr“, so Oliver Klink, „verhalten zuversichtlich“.

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v.l. Markus Franz, Oliver Klink, Cristina Mussenbrock 

Quelle: Taunus Sparkasse

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